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Sieben Bauarbeiter stehen auf einer großen, offenen Baustelle. - ©sunburned_surveyor

Sanierung & Versicherung: Welche Risiken Hausbesitzer kennen müssen

Eine Sanierung bringt frischen Wert ins Haus – aber auch Risiken, die viele Eigentümer unterschätzen. Ob es um eine umfassende Modernisierung, neue Leitungen, energetische Anpassungen oder eine Komplettsanierung geht: In jeder Bauphase können Schäden entstehen, die hohe Kosten verursachen. Und genau in diesen Momenten wird deutlich, wie wichtig der richtige Versicherungsschutz ist.

Wer saniert, verändert sein Haus – und damit auch die Ausgangslage der bestehenden Versicherungen. Manche Policen greifen nicht mehr, andere müssen erweitert werden. Damit Hausbesitzer nicht versehentlich ohne Schutz dastehen, lohnt sich ein genauer Blick auf die wichtigsten Risiken während einer Sanierung.

Sanierungen verändern den Versicherungsschutz – oft ohne dass Eigentümer es wissen

Viele Hauseigentümer gehen davon aus, dass die bestehende Wohngebäudeversicherung automatisch weitergreift – auch während einer Sanierung. Doch sobald größere Umbauten, Modernisierungen oder Arbeiten am tragenden Gefüge stattfinden, ändern sich die Risikoverhältnisse.

Ein Beispiel:
Ein geöffneter Dachstuhl, freiliegende Leitungen oder eine Baustelle mit offenem Mauerwerk gelten versicherungstechnisch als erhöhte Gefahr. Entstehen in dieser Zeit Schäden, kann die reguläre Gebäudeversicherung Leistungen kürzen oder komplett ablehnen.

Gleichzeitig entstehen während einer Sanierung Schäden, die sonst gar nicht vorkommen würden: herabfallende Bauteile, eindringendes Regenwasser, Handwerkerfehler oder Schäden durch Eigenleistung. Genau deshalb sind zusätzliche Absicherungen für diese Phase so wichtig.

Die Bauherrenhaftpflicht – Schutz vor Schäden, die Dritte betreffen

Sobald eine Sanierung beginnt, wird der Eigentümer automatisch zum Bauherrn – mit allen rechtlichen Verantwortungen. Er haftet für Schäden, die durch die Baustelle entstehen, selbst wenn ein Handwerker den Fehler verursacht hat.

Typische Risiken in dieser Phase:

  • jemand stolpert über schlecht gesicherte Baumaterialien

  • herabfallende Teile beschädigen Nachbargrundstücke

  • Besucher verletzen sich auf der Baustelle

  • Handwerker richten unbeabsichtigt Schäden an fremdem Eigentum an

Eine Bauherrenhaftpflicht schützt Eigentümer vor den finanziellen Folgen solcher Situationen. Ohne sie können Schadenersatzforderungen schnell existenzbedrohend werden.

Die Bauleistungsversicherung – Absicherung für das, was gerade entsteht

Während der Bau- oder Sanierungsphase ist das Haus besonders anfällig: offene Wände, ungeschützte Leitungen, teilweise fertige Bauteile, frischer Estrich oder neue Dämmung. Genau in dieser Phase können Schäden entstehen, die schwer kalkulierbar sind – durch Wetter, Handwerkerfehler oder unvorhersehbare Ereignisse.

Hier greift die Bauleistungsversicherung. Sie schützt alles, was gerade gebaut oder saniert wird, und ersetzt Schäden, die unverschuldet passieren:

Vorteile der Bauleistungsversicherung:

  • Schutz vor unvorhersehbaren Schäden während der Bauphase

  • Absicherung bei Materialfehlern, Konstruktionsfehlern oder Handwerkerfehlern

  • Erstattung bei Witterungsschäden, z. B. eindringendem Regen

  • Schutz vor mutwilligen Beschädigungen (z. B. Vandalismus)

  • Wichtig bei Sanierungen in Eigenleistung oder Mischformen

Warum Sanieren ohne Versicherungsschutz teuer werden kann

Eine Sanierung verändert Abläufe und Baustellenstrukturen. Dadurch entstehen Situationen, die im normalen Wohnbetrieb nicht auftreten würden. Genau deshalb ist die Annahme gefährlich, die klassische Wohngebäudeversicherung würde alles mit abdecken.

Kritisch wird es besonders dann, wenn:

  • Wände geöffnet werden und Wasser eindringt

  • neue Leitungen verlegt werden und Materialfehler auftreten

  • Bauarbeiten den Brandschutz vorübergehend beeinträchtigen

  • das Dach geöffnet ist und ein Unwetter heranzieht

Ohne passenden Versicherungsschutz trägt der Eigentümer alle Kosten selbst – selbst wenn der Schaden nicht bewusst verursacht wurde.

Eine Sanierung lohnt sich – mit dem passenden Schutz erst recht

Sanierungen steigern den Wert einer Immobilie, verbessern die Energieeffizienz und erhöhen die Wohnqualität. Damit dieser Schritt nicht zur finanziellen Belastung wird, sollte der Versicherungsschutz vor Beginn der Arbeiten geprüft und angepasst werden.

Mit Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung und einer aktualisierten Wohngebäudeversicherung entsteht ein Schutz, der genau auf die Bauphase zugeschnitten ist. So entstehen keine Lücken – und das Projekt wird sicher zum Erfolg.

FAQ

Häufig gestellte Fragen unserer Kunden

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Welche Versicherungen sind für Immobilieneigentümer wirklich unverzichtbar?

Für Eigentümer zählt vor allem eine stabile Grundabsicherung für das Gebäude und die eigenen Haftungsrisiken. Eine Wohngebäudeversicherung schützt die Immobilie gegen klassische Schäden wie Feuer, Rohrbrüche oder Sturm. In vielen Regionen gilt eine Elementarversicherung inzwischen als unverzichtbare Erweiterung, da Extremwetterereignisse zunehmen. Ebenso wichtig bleibt die private Haftpflicht, weil Schäden auf dem eigenen Grundstück hohe Kosten verursachen können.

Sinnvolle Ergänzungen – abhängig vom Objekt:

  • Photovoltaik-Absicherung

  • Glasversicherung für große Fensterflächen

  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht bei vermieteten oder unbewohnten Objekten

Wie unterscheidet sich eine Wohngebäudeversicherung von einer Hausratversicherung?

Eine Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst: Dach, Wände, Leitungen, Heizungen, eingebauten Küchen und alle festen Bestandteile. Diese Police ist entscheidend, um die Immobilie in ihrem Wert zu erhalten und Schäden an der Substanz abzufangen.

Die Hausratversicherung kümmert sich dagegen um den gesamten beweglichen Besitz im Inneren – Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Wertgegenstände, technische Ausstattung – und ersetzt sie meist zum Neuwert.

Wann lohnt sich eine Elementarversicherung für Eigentümer?

Ablauf, um einzuschätzen, ob Elementarschutz sinnvoll ist:

  • Liegt die Immobilie in einem Gebiet mit häufigem Starkregen oder Rückstau?
  • Gibt es einen Keller oder tieferliegende Räume?
  • Gab es in der Umgebung bereits Überschwemmungen, Hangrutschungen oder Erdsenkungen?
  • Wird das Gebäude dauerhaft bewohnt oder steht es teilweise leer?
  • Würde ein Schaden hohe Renovierungs- oder Sanierungskosten verursachen?
  • Wenn mehrere Punkte zutreffen, ist eine Elementarversicherung dringend zu empfehlen.

Beispiel:
Ein Haus besitzt einen ausgebauten Keller. Nach starkem Regen läuft Wasser über die Kanalisation zurück. Ohne Elementarschutz bleibt der Eigentümer auf den gesamten Kosten sitzen – Trocknung, Sanierung, Austausch des Bodenbelags. Mit Elementarschutz wäre dieser Schaden versichert.

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